Die Region Vinho Verde ist traditionell als Entre-Douro-e-Minho bekannt — sie liegt zwischen dem Fluss Douro im Süden (zusammen mit den Gebirgszügen Freita, Arada und Montemuro) und dem Fluss Minho im Norden, der die Grenze zu Spanien bildet. Im Osten wird die Region durch eine weitere Kette von Gebirgen begrenzt und im Westen vom Atlantischen Ozean umspült. Diese Berge und die besonderen geografischen Gegebenheiten heben die Region vom Rest Portugals ab. Das Klima hier ist regnerisch und grün, was in starkem Kontrast zu den trockenen mediterranen Landschaften anderer Teile der Iberischen Halbinsel steht.
Als größtes Weinbaugebiet Portugals ist die Region die Heimat von vielen Tausend Kleinwinzern. In ihren Weinbergen werden einheimische Rebsorten angebaut, die sich in den Stolz Nordportugals verwandeln: den Vinho Verde.
Die Region Vinho Verde unterteilt sich aufgrund von Unterschieden im Mikroklima, den Rebsorten und den Herstellungsstilen in neun offizielle Unterregionen. Diese sind: Amarante, Ave, Baião, Basto, Cávado, Lima, Monção e Melgaço, Paiva und Sousa.
Die Weine werden drei bis sechs Monate nach der Traubenlese auf den Markt gebracht. Sie können weiß, rot oder rosé sein und werden in der Regel jung, kurz nach der Abfüllung, getrunken. Aus der Region Vinho Verde stammen jedoch auch Schaumweine, Spätlesen oder sogar Weinbrand (Brandy).
Weißer Vinho Verde ist dank seiner natürlichen Säure sehr frisch, mit fruchtigen und blumigen Aromen, die von der jeweiligen Rebsorte abhängen. Diese Weine haben eine zitrus- bis strohgelbe Farbe und einen Alkoholgehalt von ca. 8,5 bis 11 %. Zu den bekanntesten weißen Rebsorten gehören Alvarinho, Arinto, Avesso, Azal, Batoca, Loureiro und Trajadura. Die mit Abstand erfolgreichsten Rebsorten sind Alvarinho und Loureiro, deren Namen sich oft auch auf den Weinetiketten widerspiegeln. Roter Vinho Verde ist tiefrot und gerbstoffreich (tanninhaltig) und wird überwiegend aus den Rebsorten Vinhão, Borraçal und Amaral gewonnen. Rosé Vinho Verde ist sehr frisch und fruchtig, meist gekeltert aus den Rebsorten Espadeiro und Padeiro.
Der Wein weist oft eine leichte Kohlensäure auf. Ursprünglich wurde dieses leichte Prickeln als Weinfehler angesehen, doch die Erzeuger von Vinho Verde merkten schnell, dass die Verbraucher den leicht perlenden Charakter lieben. Früher mussten die Weine jedoch in undurchsichtige Flaschen abgefüllt werden, um die leichte Trübung und den Bodensatz zu verbergen, die als Nebenprodukt entstanden. Heute nutzen die meisten Winzer diese alte Methode nicht mehr, sondern fügen das feine Prickeln durch eine kontrollierte künstliche Karbonisierung hinzu. Der CO2-Druck liegt unter einem Bar, sodass die Weine offiziell nicht als Perlweine eingestuft werden können, aber dennoch eine angenehme Leichtigkeit und Spritzigkeit (Pétillance) besitzen.
An einem heißen Sommernachmittag ist er einfach das perfekte Getränk, das Sie bis in den Abend hinein begleiten und ein Abendessen fantastisch abrunden kann. Obwohl die Beliebtheit von Vinho Verde im letzten Jahrzehnt weltweit rasant gestiegen ist, gibt es immer noch viele Mythen über diesen erschwinglichen und vielseitigen Wein. Vinho Verde ist nämlich viel mehr als nur eine einfache Sommerschorle – und die portugiesische Weinkultur insgesamt ist voller Geschichte und faszinierender Geschichten. Wenn Sie Portugal besuchen, sollten Sie ihn unbedingt probieren.
Überraschen Sie Ihre Freunde bei der nächsten Party oder beim Grillen, indem Sie ihnen zu einem Glas Wein auch etwas Wissenswertes über den Vinho Verde servieren.
Unser Angebot an Vinho Verde Weinen stammt aus der exklusiven Unterregion Baião.